Arbitrage
Gewinnerzielung durch Ausnutzung von Preisunterschieden an Strommärkten zu verschiedenen Zeitpunkten.
Was ist Arbitrage im Energiebereich?
Arbitrage bezeichnet die Strategie, Strom zu Zeiten niedriger Preise zu kaufen (oder zu speichern) und zu Zeiten hoher Preise zu verkaufen. Batteriespeicher ermöglichen diese Strategie durch ihre Fähigkeit, Energie zeitversetzt bereitzustellen.
Funktionsweise
Zeitliche Arbitrage
1. Einkauf/Laden: Wenn Strompreise niedrig sind (z.B. nachts, bei viel Windeinspeisung)
2. Speicherung: Energie wird im Batteriespeicher zwischengespeichert
3. Verkauf/Entladung: Zu Spitzenlastzeiten mit hohen Preisen
Preisspreads nutzen
Die Differenz zwischen Ein- und Verkaufspreis abzüglich der Speicherverluste und Transaktionskosten ergibt den Arbitrage-Gewinn.
Marktplätze für Arbitrage
Voraussetzungen
- Batteriespeicher mit ausreichender Kapazität und C-Rate
- Marktzugang über Direktvermarkter oder virtuelles Kraftwerk
- Intelligente Steuerung für automatisierte Handelsentscheidungen
- Smart Meter für Bilanzierung
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeit hängt von der Preisvolatilität ab. An Tagen mit hoher Einspeisung aus Wind und Solar können Preisspreads von 100+ €/MWh auftreten.
Kombination mit Eigenverbrauch
Moderne Speichersysteme kombinieren Eigenverbrauchsoptimierung mit Arbitrage – sie priorisieren den Eigenverbrauch und nutzen überschüssige Kapazität für Arbitrage.