Depot-Laden Elektro-Lkw
Flottenladen im eigenen Logistikbetrieb – über Nacht plus Zwischenladen tagsüber, ideal kombiniert mit BESS und PV.
Was ist Depot-Laden?
Beim Depot-Laden werden elektrische Nutzfahrzeuge im eigenen Betriebshof des Flottenbetreibers geladen – im Gegensatz zum öffentlichen Hub-Laden entlang der Strecke. Es ist der wirtschaftliche Standardfall für Verteilverkehr, regionale Logistik und Werksverkehre.
Lastprofil im Depot
| Phase | Ladeleistung | Dauer |
|---|---|---|
| Über-Nacht-Laden | 50–150 kW pro Lkw | 8–10 h |
| Schicht-Zwischenladen | 350–1.000 kW pro Lkw | 30–60 min |
| Standzeiten am Tag | 0 kW | variabel |
Daraus entstehen ausgeprägte Tages-Peaks, während die nächtliche Ladung verhältnismäßig sanft verläuft.
Warum BESS im Depot besonders attraktiv ist
- Bestehender Gewerbeanschluss reicht selten für die Flottenelektrifizierung.
- Halle hat oft PV-Anlage – der Speicher maximiert deren Eigenverbrauch.
- Tarife mit hohem Leistungspreis – jede gekappte Spitze ist direkter Cashflow.
- Multi-Use: Nachts Spotmarkt-Arbitrage, tagsüber Peak Shaving, jederzeit Notstrom-Reserve.
Typische Auslegung
Ein Depot mit 20 Verteil-Lkw und 2 Schicht-MCS-Punkten kommt häufig mit 300–500 kW Netzanschluss aus, ergänzt um 1.500–2.500 kWh Speicher – statt einer Mittelspannungs-Aufrüstung auf 1,5 MW.
→ Siehe auch: Megawattladen · Peak Shaving · Gleichzeitigkeitsfaktor · Lkw-Laden mit BESS