Energiespeicher

Ein Energiespeicher nimmt Energie auf, hält sie vor und gibt sie zeitversetzt wieder ab.

Energiespeicher: Definition

Ein Energiespeicher ist eine technische Anlage, die Energie zu einem Zeitpunkt aufnimmt, sie über eine gewisse Dauer vorhält und zu einem späteren Zeitpunkt wieder abgibt. Damit entkoppelt er Erzeugung und Verbrauch zeitlich.

Funktionsprinzip

Jeder Energiespeicher durchläuft drei Schritte:

1. Einspeicherung (Laden): Zugeführte Energie wird in eine speicherbare Form umgewandelt – chemisch, mechanisch, thermisch oder elektrisch.

2. Speicherung: Die Energie wird gehalten; dabei treten je nach Technologie Selbstentladung oder Wärmeverluste auf.

3. Ausspeicherung (Entladen): Die gespeicherte Energie wird zurückgewandelt und nutzbar gemacht.

Der Anteil der Energie, der nach einem vollständigen Lade-/Entladezyklus wieder zur Verfügung steht, ist der Wirkungsgrad.

Arten von Energiespeichern

SpeicherartPrinzipTypische TechnologieWirkungsgrad
ElektrochemischChemische BindungLithium-Ionen-Batterie85–95 %
MechanischLage-/BewegungsenergiePumpspeicher, Schwungrad75–85 %
ThermischWärmeinhaltWarmwasser-, Latentspeicher50–90 %
ChemischEnergieträgerWasserstoff, Methan30–50 %

Wozu Energiespeicher?

Abgrenzung: Energiespeicher vs. Batteriespeicher

Energiespeicher ist der Oberbegriff für alle Speicherformen. Ein Batteriespeicher ist die elektrochemische Ausprägung – im gewerblichen und industriellen Umfeld heute die verbreitetste Lösung, weil sie hohe Wirkungsgrade mit schneller Reaktionszeit im Millisekundenbereich verbindet.