Graustromspeicher

Batteriespeicher ohne Nachweis über die Herkunft des gespeicherten Stroms aus erneuerbaren Quellen.

Was ist ein Graustromspeicher?

Ein Graustromspeicher ist ein Batteriespeicher, bei dem der gespeicherte Strom keinen zertifizierten Nachweis über die Herkunft aus erneuerbaren Energiequellen besitzt. Der Begriff "Graustrom" bezeichnet dabei konventionellen Strom aus dem öffentlichen Netz, dessen Erzeugungsquellen nicht separat ausgewiesen werden.

Unterschied zu Grünstromspeichern

MerkmalGraustromspeicherGrünstromspeicher
StromherkunftUnbekannt/gemischtNachweislich erneuerbar
ZertifizierungKeineHerkunftsnachweise
CO₂-BilanzNicht ausgewiesenKlimaneutral
FörderfähigkeitEingeschränktOft bevorzugt

Typische Anwendungsfälle

Arbitrage-Geschäftsmodell

Peak Shaving im Gewerbe

Regulatorische Aspekte

In Deutschland und der EU gewinnt die Nachweisbarkeit der Stromherkunft zunehmend an Bedeutung:

Wirtschaftliche Überlegungen

Graustromspeicher können kurzfristig wirtschaftlicher sein:

Langfristig steigen jedoch die Risiken:

Transformation zu Grünstromspeicher

Ein Graustromspeicher kann durch entsprechende Nachweise zum Grünstromspeicher werden:

1. Eigenerzeugung: Kopplung mit PV-Anlage

2. Grünstromtarif: Bezug von zertifiziertem Ökostrom

3. Herkunftsnachweise: Zukauf von Garantien

Bedeutung für die Energiewende

Die Unterscheidung zwischen Grau- und Grünstromspeichern wird mit fortschreitender Dekarbonisierung weniger relevant – wenn das gesamte Stromnetz auf erneuerbare Energien umgestellt ist. Bis dahin bleibt sie ein wichtiges Kriterium für die Bewertung der Nachhaltigkeit.