Negative Strompreise

Börsensituation, bei der Stromerzeuger für die Abnahme ihres Stroms bezahlen müssen.

Was sind negative Strompreise?

Negative Strompreise entstehen an der Strombörse, wenn das Angebot die Nachfrage so stark übersteigt, dass Erzeuger für die Abnahme ihres Stroms bezahlen müssen. Anders ausgedrückt: Stromkäufer werden dafür bezahlt, Strom abzunehmen.

Entstehungsmechanismus

Angebot-Nachfrage-Ungleichgewicht

Typische Situationen

WetterTageszeitWochentagErgebnis
Sonnig & windigMittagSonntagStark negativ
WindigNachtWochentagLeicht negativ
Bedeckt & windstillAbendMontagPositiv (normal)

Entwicklung in Deutschland

Historische Häufigkeit

Rekordwerte

Der niedrigste Stundenpreis lag bei unter -500 €/MWh – Erzeuger zahlten also mehr als 50 Cent pro kWh für die Abnahme!

Auswirkungen

Für Erzeuger

Für Verbraucher

Für das System

Chancen für Batteriespeicher

Negative Strompreise sind eine Goldgrube für Speicher:

Arbitrage-Strategie

1. Laden bei negativen Preisen: Geld fürs Laden bekommen

2. Entladen bei positiven Preisen: Zusätzliche Erlöse

3. Spread maximieren: Mehrfache Zyklen pro Tag möglich

Rechenbeispiel

PhasePreisAktionErlös/kWh
12:00-100 €/MWhLaden+0,10 €
19:00+200 €/MWhEntladen+0,20 €
Summe+0,30 €

Bei 90% Wirkungsgrad und 100 kWh Speicher: ~27 € pro Zyklus!

Marktmechanismen

Day-Ahead-Markt

Intraday-Markt

Strategien zur Nutzung

Für Industriebetriebe

Für Haushalte (mit dynamischem Tarif)

Zukunftsperspektive

Mit weiterem EE-Ausbau werden negative Preise häufiger:

Anvo-Strategie

Unsere Speichersysteme nutzen negative Preise optimal: