Netzfrequenz
Die Frequenz des Wechselstroms im Stromnetz, in Europa standardmäßig 50 Hz.
Was ist die Netzfrequenz?
Die Netzfrequenz bezeichnet die Frequenz des Wechselstroms im elektrischen Versorgungsnetz. In Europa und vielen anderen Regionen beträgt sie 50 Hz (Hertz), in Nordamerika 60 Hz.
Bedeutung der stabilen Frequenz
Die Netzfrequenz ist ein direktes Maß für das Gleichgewicht zwischen Stromerzeugung und Stromverbrauch:
- Verbrauch > Erzeugung: Frequenz sinkt
- Erzeugung > Verbrauch: Frequenz steigt
Toleranzbereiche
| Frequenz | Zustand |
|---|---|
| 50,0 Hz | Ideal |
| 49,8 - 50,2 Hz | Normalbetrieb |
| 49,0 - 49,8 Hz | Regelenergie aktiv |
| < 49,0 Hz | Kritisch, Lastabwurf |
| < 47,5 Hz | Netzkollaps droht |
Frequenzstabilisierung
Konventionelle Kraftwerke
- Rotierende Massen (Turbinen) stabilisieren durch Trägheit
- Langsame Regelung
Batteriespeicher
- Millisekundenschnelle Reaktion
- Synthetische Trägheit möglich
- Ideal für Primärregelleistung
Herausforderung Energiewende
Mit dem Wegfall konventioneller Kraftwerke sinkt die rotierende Masse im Netz. Batteriespeicher übernehmen zunehmend die Frequenzstabilisierung.