Regionale Direktvermarktung

Vermarktung von Strom mit Nachweis der regionalen Herkunft (50 km).

Was ist regionale Direktvermarktung?

Vermarktung mit Nachweis, dass der Strom aus Anlagen im 50-km-Umkreis stammt.

Regionalnachweisregister

Mehrwert

Für Erzeuger

Für Verbraucher

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Regiostrom und Ökostrom?

Ökostrom (Herkunftsnachweis / EECS) belegt lediglich, dass irgendwo in Europa die gleiche Menge Strom aus erneuerbaren Quellen erzeugt wurde. Regiostrom weist zusätzlich nach, dass die Erzeugung im 50-km-Umkreis des Verbrauchers stattfand – dokumentiert über das Regionalnachweisregister (RNR) beim Umweltbundesamt.

Wie groß ist der 50-km-Umkreis für regionale Direktvermarktung?

Der Radius von 50 km wird ab dem Netzverknüpfungspunkt der Erzeugungsanlage gemessen. Nur Verbraucher innerhalb dieses Umkreises dürfen den Strom als regional bezogen ausweisen. Grundlage ist die Herkunftsnachweisverordnung (HkNRV).

Welchen finanziellen Mehrwert bringt die regionale Direktvermarktung?

Für Erzeuger sind typischerweise 0,1–0,3 ct/kWh Aufschlag gegenüber der klassischen Marktprämien-Vermarktung realistisch. Der genaue Preis hängt von der Nachfrage lokaler Versorger und Stadtwerke ab. Wichtiger Nebeneffekt: höhere Akzeptanz für neue EE-Projekte in der Standortregion.

Wie hilft ein Batteriespeicher bei Regiostrom-Modellen?

Regiostrom setzt eine viertelstundenscharfe Kongruenz zwischen regionaler Erzeugung und lokalem Verbrauch voraus. Ein Batteriespeicher verschiebt PV-Strom aus den Mittagsstunden in die Abendstunden und erhöht dadurch den Anteil, der tatsächlich als regional gedeckt bilanziert werden kann.

Kann ich als Gewerbe- oder Industriekunde Regiostrom beziehen?

Ja. Immer mehr Stadtwerke und regionale Direktvermarkter bieten Regiostrom-Tarife an – häufig kombiniert mit PPA-Strukturen und langfristigen Abnahmeverträgen. Für Unternehmen ist das ein wirksames Instrument der Scope-2-Reduktion mit belastbarem regionalem Nachweis.