Übertragungsnetz
Höchstspannungsnetz (220-380 kV) für den überregionalen Stromtransport in Deutschland.
Was ist das Übertragungsnetz?
Das Übertragungsnetz ist das Höchstspannungsnetz (220 kV und 380 kV), das große Kraftwerke verbindet und Strom über weite Strecken transportiert. Es bildet das Rückgrat der deutschen Stromversorgung.
Die vier Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB)
| ÜNB | Regelzone | Besonderheit |
|---|---|---|
| TenneT | Nord-Süd-Achse | Größte Regelzone |
| 50Hertz | Ostdeutschland | Hoher EE-Anteil |
| Amprion | Westdeutschland | Industriezentren |
| TransnetBW | Baden-Württemberg | Importregion |
Aufgaben der Übertragungsnetzbetreiber
Netzbetrieb
- Sicherstellung der Netzstabilität
- Frequenzhaltung bei 50 Hz
- Spannungshaltung
Systemdienstleistungen
- Beschaffung von Regelenergie
- Engpassmanagement (Redispatch)
- Schwarzstartfähigkeit
Netzplanung
- Bedarfsanalyse
- Ausbauplanung
- Genehmigungsverfahren
Netzausbau
Der Ausbau erneuerbarer Energien erfordert erhebliche Investitionen:
| Projekt | Verbindung | Kapazität |
|---|---|---|
| SuedLink | Nord-Süd | 4 GW |
| SuedOstLink | Ost-Süd | 2 GW |
| A-Nord | Nord-West | 2 GW |
Bedeutung für dezentrale Speicher
Netzentlastung
Lokale Speicher reduzieren den Transportbedarf im Übertragungsnetz.
Systemdienstleistungen
Speicher können Regelenergie für die ÜNB bereitstellen.
Redispatch-Vermeidung
Strategisch platzierte Speicher können Netzengpässe entschärfen.
Regulierung
Die Bundesnetzagentur überwacht die ÜNB und genehmigt deren Netzentgelte und Investitionen.